"Leider ist die aktuelle ,Öffnungsverordnung‘ ein bürokratisches Monster und sie stellt beileibe keinen ,vorsichtigen aber praktikablen Weg in die Freiheit‘ wie angekündigt dar", betont PVÖ-Präsident Dr. Peter Kostelka.

„Wir im Pensionistenverband sind uns dessen bewusst, dass die Öffnungsschritte ab 19. Mai trotz sinkender Corona-Zahlen und trotz weiter voranschreitender Impfrate nicht jegliche gesundheitliche Vorsorge und Umsicht vermissen lassen dürfen“, betont Dr. Peter Kostelka, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs. „Aber“, so Kostelka weiter, „damit Umsicht und Vorsorge von allen mitgetragen werden, sollten die relevanten Bestimmungen klar, verständlich, logisch nachvollziehbar und auch praktikabel sein. Leider ist die aktuelle ,Öffnungsverordnung‘ ein bürokratisches Monster und sie stellt beileibe keinen ,vorsichtigen aber praktikablen Weg in die Freiheit‘ wie angekündigt dar.“

Anhand von nur zwei Beispielen von vielen zeigt der PVÖ-Präsident die Schwächen dieser Verordnung auf. Erstens: Pensionisten dürfen zwar gemeinsam mit Berufstätigen und SchülerInnen – also Personengruppen, die noch in geringer Zahl bzw. gar nicht geimpft sind - in einem überfüllten öffentlichen Bus zum Einkaufen, zu Arztbesuchen oder aufgrund von Behördenwegen von A nach B fahren; mieten aber Pensionistengruppen – deren Mitglieder nahezu lückenlos geimpft sind – einen Bus für eine Ausflugsfahrt, so darf dieser Bus nur zur Hälfte besetzt sein. „Wer versteht das?“, fragt Kostelka.

Zweitens: Die Mitglieder eines Vereins dürfen sich im Vereinslokal zwar treffen, dürfen aber unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen dort an ihren Sitzplätzen nicht einmal einen Kaffee trinken. In einer stark frequentierten Öffi-Station darf man alles essen und trinken. „Ist das logisch?“ fragt der PVÖ-Präsident.

„Die aktuellen Regelungen mit Quadratmeterbeschränkungen, halben Buskapazitäten, Anzeige- bzw. Bewilligungspflicht, Kontaktdatenerfassung, Präventionskonzept, Covid-Verantwortlichen, usw. machen dem gesamten Vereinswesen in Österreich das Leben schwer“, so Kostelka, „es ist zu hoffen, dass weitere Öffnungsschritte erstens bald kommen und zweitens logisch besser nachvollziehbar sind, damit unser buntes, vielfältiges, menschenverbindendes und sozial so wichtiges Vereinsleben nicht derart unnötig behindert wird“.